‚Kulturelle Vielfalt’ in der Schule. Zur Diskursivität eines geographischen Leitbildes. Eine thematische Diskursanalyse der rheinland-pfälzischen Erdkundebücher für die gymnasiale Orientierungsstufe. (Stefan Sträterhoff)

Der Erdkundeunterricht steht in der wichtigen Verantwortung, bei der Vermittlung von Welt an die nachkommenden Generationen eine herausragende Funktion zu übernehmen. Schülerinnen und Schüler konstruieren sich Wissen über die Welt und Ordnungssysteme, nach denen das in der Schule Gelernte, aber auch alle außerschulischen Erfahrungen klassifiziert, eingeordnet und bewertet werden. Die Gesellschaft (genauer: die Reproduktion der gesellschaftlichen Ordnung, sozialen Beziehungen, Sicherheit, etc.) ist darauf angewiesen, dass solche Ordnungsmuster angelegt werden und ist daher bemüht, diese mit Bedacht auszuwählen und der schulischen Ausbildung zur Grundlage zu machen, was in kodierter Form von Lehrplänen, Bildungsstandards, Prüfungsanforderungen, Schulbüchern etc. auch geschieht.
Zu den populären, weltordnenden Systemen der Schulerdkunde zählen beispielsweise die Kontinente oder das Drei-Welten-Modell. Im Zeitalter der Globalisierung wird eine Kategorie immer häufiger Grundlage solcher Ordnungen und damit zur Basis der Weltanschauung zukünftiger Generationen: die Kultur.

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Zitierhinweis:
Sträterhoff, Stefan. „‚Kulturelle Vielfalt’ in der Schule: Zur Diskursivität eines geographischen Leitbildes. Eine thematische Diskursanalyse der rheinland-pfälzischen Erdkundebücher für die gymnasiale Orientierungsstufe.“ Eckert.Beiträge 2010/2.
www.edumeres.net/urn/urn:nbn:de:0220-2010-00022.

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